Die 1 Sache mit der Du dich immer fokussieren kannst – Intention

  • 🧠 Dein Gehirn ist wie ein 💪🏻Muskel
  • 👁 Fokus auf ein Ziel
  • ❓ „Start with why“

Wenn wir gewisse Dinge gut und schnell erledigen wollen, müssen wir uns auf diese Tätigkeiten fokussieren können. Dafür hilft es, eine Intention vor Augen zu haben – den Grund für die Tätigkeit.

Passiert es Dir auch, dass Du am Anfang des Tages eine To-Do-Liste für den Tag erstellst und abends feststellst, dass Du mehr als die Hälfte der Punkte nicht erledigt hast? Dabei hast Du Dir beim Aufschreiben der Aufgaben gut überlegt, wie lange diese ungefähr dauern. Der Tag sollte eigentlich ausreichen, um diese Aufgaben zu erledigen. Was ist passiert?

Beobachte Dich genau dabei, wenn Du etwas tust. Wie oft unterbrichst Du die Tätigkeit, weil Du zum Beispiel eine Nachricht bekommst? Wie oft verlierst Du Dich in einer Tätigkeit, die gar nicht auf dem Plan stand?

Damit ist ab heute Schluss. Nachdem Du diesen Beitrag gelesen hast, wirst Du anfangen, Dir für jede Tätigkeit eine Intention zu setzen und Dich somit besser fokussieren zu können.

Das Problem: zu viel Ablenkung

Kennst Du das? Du nimmst Dein Handy in die Hand und möchtest kurz nachsehen, wie morgen das Wetter wird. Auf dem Weg zur Wetter-App siehst Du, dass Du neue WhatsApp-Nachrichten hast. Am Facebook Icon ist auch dieser kleine Kreis, der Dir sagt „Hey, hier gibt es Notifications für Dich“, und ehe Du Dich versiehst, bist Du in diesen Apps, liest Deine Nachrichten, folgst einem Link in einer der Nachricht und verbringst eine halbe Stunde damit, Dir irgendwelche Videos anzusehen. Dann siehst Du noch, dass jemand Geburtstag hat, und gratulierst. Währenddessen schreiben Dir die Leute zurück, denen Du vorhin eine Nachricht geschickt hast. Du bist abgelenkt. Du weißt gar nicht mehr, warum Du das Handy gestartet hast. Ziellos surfst Du von einer Seite zur anderen, von einem Link zum anderen. Du tust Dinge, ohne Dich daran erinnern zu können, warum Du damit begonnen hast. Die Betreiber dieser Apps haben Dich genau da, wo Sie Dich haben wollen. Du verlierst Deinen Fokus und widmest Deine Aufmerksamkeit und Zeit diesen Apps. Du bist fremdgesteuert und bist nicht mehr Herr über Deine Tätigkeiten.

Die Lösung: Intention

Was ist Intention

Intention kommt vom lateinischen Wort „intendere“ und bedeutet „sein Streben auf etwas richten“. Wenn Du meine Folge zum Thema „Fokus“ gehört oder gelesen hast, dann weißt Du, dass Fokus genau das ist: sein Streben auf etwas richten.

Intention kann man auch sehr gut mit den Worten Absicht, Ziel oder Aufmerksamkeit beschreiben.

Intention ist, wenn Du Deine Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt lenkst.

Was ist der Unterschied zwischen Intention und Fokus?

Fokus ist die Art, wie Du arbeitest, also wie hoch Deine Aufmerksamkeit ist, für das, was Du gerade tust. Intention hingegen hat nichts mit dem „wie“ zu tun, sondern mit dem „warum“. Intention ist das, was Du Dir vornimmst, wenn Du eine Tätigkeit startest.

Intention ist ein verbindlicher Entschluss für ein bestimmtes Handlungsziel und er markiert einen zentralen Übergang auf dem Weg vom Wünschen zum Handeln.

„Die Intention ist die Verknüpfung zwischen Wünschen und Handeln“

Du hast in Deinem Kopf sehr viele Wünsche und Vorstellungen, was Du mal gerne erreichen würdest. Die Intention hilft Dir dabei, ins Handeln zu kommen, um Deine Ziele zu erreichen.

Welche Vorteile hast Du, wenn Du Dir eine Intention setzt?

Wenn Du Dir jedes Mal die Frage stellst „Warum mache ich das?“, dann hast Du eine Intention. Setzt Du Dir vor jeder Handlung eine Intention, dann hast Du Klarheit über das Ziel. Ein weiterer wichtiger Punkt: Du kannst andere besser motivieren. Wie Du Dir über Dein Ziel im Klaren bist, kannst Du andere davon begeistern.

Wie setzt man eine Intention?

Es klingt banal, und wird trotzdem von nur sehr wenigen Personen richtig gemacht. Viel zu viele Dinge kommen einem dazwischen, zu viele Ablenkungen, zu viele Aufgaben, die alle sehr dringend zu sein scheinen. Am Ende hat man nichts erledigt, oder nur zum Teil und ist vollkommen überfordert. Um das zu vermeiden, hilft es, sich auf bestimmte Tätigkeiten zu fokussieren mit einer Intention vor Augen. Doch wie setzt Du Intentionen.

Lass es mich mit einem Beispiel erklären:

Wie liest Du Ratgeberbücher? Liest Du jede Seite von vorne bis hinten, ein Kapitel nach dem anderen? Wenn ja, dann möchte ich Dir eine neue Lesemethode vorschlagen. Bevor Du anfängst mit dem Lesen, stelle dem Buch eine oder mehrere Fragen, so wie Du einem Berater bei eurem ersten Treffen Fragen stellen würdest, die Du beantwortet haben möchtest.

Schreibe diese Fragen ruhig auf. Deine Intention ist somit, diese Fragen zu beantworten. Nun öffnest Du das Inhaltsverzeichnis und suchst Dir die Kapitel heraus, die Deine Fragen beantworten könnten. Gezielt öffnest Du das am meisten versprechende Kapitel, liest die Einleitung, scannst die Inhalte durch, und wenn es Dir bei der Beantwortung dieser zuvor aufgeschriebenen Fragen hilft, liest Du dieses Kapitel genauer durch. Merkst Du, dass Du hier keine Antworten findest, springst Du zum nächsten Kapitel.

Die Fragen helfen Dir, fokussiert und effektiv in dem Buch nach den passenden Antworten zu suchen. Alles andere, was in dem Buch steht, hilft Dir bei Deiner Intention nicht weiter und kann ausgeblendet werden. Mit dieser Methode sparst Du Dir eine Menge Zeit.

Anderes Beispiel, um zu dem weiter oben beschriebenen Problem zurückzukommen:

Du nimmst Dein Handy in der Hand und machst Dir bewusst, warum Du das Handy in die Hand nimmst. Was hast Du damit vor? Willst Du die Wettervorhersage für morgen nachsehen? Willst Du jemandem zum Geburtstag gratulieren? Wenn Du dann währenddessen abdriftest und plötzlich merkst, dass Du schon zum Geburtstag gratuliert hast, jetzt aber die Urlaubsvideos dieser Person ansiehst, dann bist Du Dir dessen bewusst. Und nur wenn Du Dir einer Sache bewusst bist, kannst Du diese ändern.

Das heißt nicht, dass Du Dein Handy nie benutzen solltest, um einfach mal zu surfen, die Posts Deiner Freunde zu sehen, Videos auf YouTube zu gucken. Aber wenn Du es tust, sollte das Deine Intention sein: „Ich surfe jetzt mal einfach eine halbe Stunde durch die Social Media und schau mal, was die Leute so posten“. Und nach einer halben Stunde sollte dann auch Schluss sein.

Du bist Herr Deiner eigenen Zeit

Auf diese Weise kommst Du in einen Flow und bist Herr Deiner Zeit. Du nimmst Dir vor, die Wettervorhersage zu checken – nichts weiter. Du siehst zwar, dass Du Notifications hast, aber dafür bist Du jetzt nicht gekommen. Das kannst Du Dir dann vornehmen, wenn es zeitlich passt. Diese Tätigkeit kommt auf Deine To-Do-Liste, ob im Kopf oder auf Papier.

Das können so banale, alltägliche Aufgaben wie „Zähne putzen“, „Haare stylen“ oder „Kaffee kochen“ sein. Wenn Du Dir beim Zähneputzen schon deine nächsten drei Tätigkeiten überlegst und festlegst, wird es Dir leichter fallen, Dich auf diese Aufgabenfolge zu fokussieren. Du wirst dann weniger abgelenkt und wirst schneller fertig. Kommt währenddessen Dein Kind und möchte, dass Du ihm dabei hilfst, seine Lieblingshose zu finden, dann kannst Du ihm einfach sagen, dass Du erst noch Kaffee kochen musst und ihm danach dabei helfen kannst.

Du kennst das sicher: Lässt Du Dich ablenken, und lässt das liegen, was Du gerade tust, um etwas anderes zu tun, dann vergisst Du schnell etwas.

Schreibe Deine Intentionen auf

Ich empfehle Dir, die Aufgaben aufzuschreiben. Setze Dir Ziele für den Tag. Es empfiehlt sich, dazu ein Journal zu führen. Dabei rede ich nicht von so kleinen alltäglichen Dingen wie Zähneputzen oder Kaffeekochen. Schreibe Dir in das Journal größere Intentionen auf, die Dir wichtig sind, wie zum Beispiel:

„Ich möchte heute offener gegenüber fremden Menschen sein“ oder „Ich möchte heute eine neue Sache lernen“. Diese Intention leitet Dich durch den Tag. Und abends guckst Du ins Journal und kontrollierst, ob Du Dein Ziel erreicht hast oder nicht.

Dabei ist es in Ordnung, wenn Du das Ziel nicht erreichst. Es ist auch OK, wenn Du die Intention komplett vergessen hast. Aber Du wirst merken, dass Du eine Routine bekommst. Denn wie bei allen Methoden der persönlichen Entwicklung, brauchst Du auch beim Festlegen und Durchsetzen von Intentionen Übung.

Indem Du Deine Intentionen aufschreibst und diese hinterher kontrollierst, kannst Du Deine Entwicklung nachverfolgen und wirst merken, wie Du mit mehr Übung auch immer besser wirst. Du wirst Deine Aufgaben fokussierter und somit schneller und besser erledigen. Und wie weißt Du, dass eine Aufgabe erledigt ist? – Weil Deine Intention erfüllt ist, Dein Ziel ist erreicht.

Fange langsam an

Solche großen Intentionen wie „Ich möchte heute offener gegenüber fremden Menschen sein“ oder konkreter „Ich möchte heute mit einer fremden Person einen Smalltalk führen“ empfehle ich nicht für Anfänger. Zu groß ist die Gefahr, dass Du nicht aus Deiner Komfortzone herausgehst, das Ziel nicht erreichst und nach ein paar Versuchen aufgibst.

Willst Du anfangen, Intention in Deinen Alltag einzubauen, dann fange langsam an, mit kleinen Dingen. Beobachte, wie Du Dein Handy nutzt, beobachte, wie Du Artikel und Bücher liest. Das ist das, was mir am meisten hilft. Ich bin noch lange nicht da, dass ich mir für jede Tätigkeit eine Intention setze, aber ich übe und bin auf einem guten Weg dahin und bin motiviert, diese Fähigkeit weiter auszubauen. Denn, Intentionen zu setzen ist so einfach und hat einen riesigen Effekt. Aber es ist etwas, dass ich nicht gewohnt bin. Und wenn etwas ungewohnt ist, muss es geübt werden.

Erinnere Dich also daran, Intention täglich mit kleinen Aufgaben zu üben. Setze Dir einfach für Jede Tätigkeit eine Intention, frage Dich „Warum werde ich das tun?“ und kontrolliere, ob Du Dich daran gehalten hast.

Das Dreigestirn: Meditation, Journaling und Intention

Es ist nicht immer einfach, sich Ziele zu setzen und Absichten von gewissen Tätigkeiten zu erkennen und dann fokussiert die Tätigkeiten tun, die Dich zum Ziel führen.

Du hast gerade erfahren, dass Intention Dich dabei unterstütz, Dich zu fokussieren. Zwei weitere Methoden sind Meditation und Journaling. Diese Methoden unterstützen die Intention, und die Intention wiederum unterstützt die Meditation und das Journaling. Wenn Du Dich also bereit machst für die Meditation, kannst Du Dich fragen „Warum tue ich das?“. Was ist also Deine Intention der Meditation?

Das gleiche gilt fürs Journaling. Bevor Du losschreibst, setze eine Intention fest. Was willst Du mit dem Journaling in dieser Sitzung erreichen? Das Journaling ist also sowohl eine Tätigkeit, die eine Intention benötigt, als auch ein Mittel, um weitere Intentionen für den Tag aufzuschreiben.

Das Journaling und die Meditation helfen Dir, Dich zu fokussieren, Deine Gedanken klar zu strukturieren. Und wenn Du klare Gedanken hast, kannst Du eine Intention setzen.

Fazit:

Dein Gehirn ist wie ein Muskel. Es muss trainiert werden. Und wenn Du diesen „Muskel“ der Intention nie oder kaum benutzt hast, wird es verdammt schwer sein, für die Tätigkeiten in Deinem Leben Intentionen zu setzen. Der Vorteil ist, dass Du diesen Muskel trainieren kannst. Je stärker Du ihn trainierst, desto stärker wird er. Die Neuronen vernetzen sich und werden immer stärken. Und irgendwann hat es Dein Gehirn gelernt: Intention setzen, initiieren und durchhalten, hinterher kontrollieren, und bei der nächsten Aufgabe wieder von vorne.

Du brauchst nicht für jede Tätigkeit eine Intention. Aber es hilft. Selbst in Deiner Freizeit und in Deinem Sozialleben hilft es Dir, immer zu hinterfragen „Warum mache ich das?“, „Was erhoffe ich mir davon?“. Du fokussierst Dich auf ein Ziel und kannst hinterher kontrollieren, ob Du es erreicht hast oder nicht. Dadurch trainierst Du diesen „Muskel“ der Intention. Und wenn Du es verstärkt übst, wirst Du merken, wie Du Dir für immer mehr Tätigkeiten eine Intention setzt.

Du gehst in den Laden, um Dir eine Hose zu kaufen, kaufst Dir eine Hose und verbringst nicht noch eine Stunde damit, andere Kleidungsstücke anzuprobieren. Du öffnest Netflix, um Dir eine Folge einer Serie anzugucken und schließt danach die Seite, auch wenn das Ende so spannend war, dass Du gerne in die nächste Folge geschaltet hättest. Du öffnest Deinen Computer, um alle Emails zu beantworten, und machst genau das. Auch wenn währenddessen Dein Handy eine neue Nachricht meldet, lässt Du das Handy liegen und nimmst es erst, wenn Du mit den Emails durch bist.

Intentionen zu setzen, hilft Dir also enorm, Dich zu fokussieren und mit Dingen besser und schneller fertig zu werden. Du hast eine Kontrolle über Deine Tätigkeiten und ärgerst Dich nicht am Ende des Tages, dass zu viele Dinge dazwischengekommen sind und Du wieder mal die Aufgaben auf Deiner To-Do-Liste nicht erfüllt hast.

  • Also, versuche bei möglichst vielen Deiner geplanten Tätigkeiten ein Fragezeichen zu setzen.
  • Frage Dich:
  • Warum mache ich das?
  • Wofür mache ich das?
  • Was ist mein Ziel?
  • Was möchte ich erreichen?

An dieser Stelle empfehle ich Dir noch Simon Sinek mit „Start with why“

Ich rede hier keineswegs nur von Dingen, die Dich in Deiner Persönlichkeitsentwicklung weiterbringen. Es können so einfache Dinge sein, Kaffeetrinken mit einem Freund, die Seele baumeln lassen, Musik hören, einen Film gucken, einfach mal nichts tun. Mache Dir immer bewusst, warum Du das gerade tust, was Du tust, und hinterfrage, ob das, was Du tust, noch Deiner Intention entspricht.
Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei.

Dein Guerrilla Coach
Sebastian

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