Wie Du Unsicherheit überwinden kannst – Loops

Unsicherheit kennen wir alle – selbst diejenigen von uns, die absolut selbstsicher auftreten und extrem erfolgreich in dem sind, was sie tun. Die Wahrheit ist, dass diese Personen sogar wesentlich mehr Unsicherheiten erleben als andere. Doch verwenden sie ein Tool, mit dem sie ihre Unsicherheit überwinden können. Welches Tool das ist, erfährst Du in diesem Beitrag.

Was ist die Unsicherheit und wie entsteht sie?

Unter Unsicherheit versteht man einen Zustand, bei dem gewisse Entwicklungen in der Zukunft ungewiss sind. Sie können unterschiedliche Ergebnisse haben, für welche keine Wahrscheinlichkeiten vorliegen. Die Ergebnisse der verschiedenen Handlungsalternativen sind nicht vorhersagbar. Die Unsicherheit ist daher die Hauptursache für Entscheidungsprobleme. Folgende Merkmale resultieren in Unsicherheit.

1. Fehlende Gewissheit

Ungewissheit herrscht, wenn nicht klar ist, was passiert. Sie geht mit starken Zweifeln einher, da unklar ist, welche Ereignisse bei welchen Handlungen eintreten.

2. Keine Vor­her­seh­bar­keit

Wenn uns die Kenntnisse über bestimmte künftige Entwicklungen und Ereignisse fehlen, können wir nicht wissen, wie wahrscheinlich diese Ereignisse eintreffen. Wir können die Ereignisse also weder voraussehen noch vorausberechnen und das Risiko somit schwer abschätzen.

3. Viele Alternativen

Viele Alternativen führen schnell zur Unsicherheit, wenn die Resultate der einzelnen Alternativen ungewiss sind.

4. Keine klaren Entscheidungsgrundlagen

Fehlende Informationen führen zu einer schlechten Entscheidungsgrundlage und somit zu Unsicherheit über die Handlungen.

All diese Merkmale sind heute Standard in der VUCA-Welt, in der wir leben – in der volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Welt. Unsicherheit entsteht heutzutage immer mehr. Durch Technologisierung, modernen Fortschritt und Globalisierung wird die Welt immer komplexer. Wir sind viel mehr voneinander abhängig, sowohl sozial als auch wirtschaftlich. Alles verändert sich schnell. Was heute Standard ist, kennt morgen niemand mehr. Doch was morgen ist, weiß heute niemand. Wir haben Handlungsalternativen, aber wohin genau diese Handlungen führen, ist ungewiss. Dadurch entsteht viel mehr Unsicherheit.

Wie Du mit Unsicherheit umgehen kannst

Sich unsicher zu fühlen, ist unangenehm. Jedoch kommt man in der heutigen Welt nicht drum herum. Insbesondere, wenn Du nicht auf einer Stelle stehen bleiben willst, wenn Du Dich entwickeln willst, Deine Tätigkeiten ausweiten und verändern willst, wirst Du Dich regelmäßig unsicher fühlen.

Anstatt also Unsicherheit um jeden Preis zu vermeiden, solltest Du Dich ihr stellen und lernen, mit ihr umzugehen. Das ist eine Fähigkeit, die Dir einen enormen Wettbewerbsvorteil erschafft. Während Deine Konkurrenten sich aus Unsicherheit für keine Handlung entscheiden können oder im Gegenteil voreilige Entscheidungen treffen, zeigst Du Mut zur Unsicherheit und löst sie Schritt für Schritt auf, um dann neue Unsicherheiten anzutreffen.

Folgende Punkte helfen Dir dabei, mit Deiner Unsicherheit umzugehen und sie zu überwinden.

1. Akzeptanz

Wie Du weiter oben gelesen hast, ist Unsicherheit in der heutigen Welt unvermeidbar. Anstatt also zu versuchen, unsichere Situationen zu umgehen, kannst Du diese auch einfach akzeptieren. Wenn Du Unsicherheit akzeptierst, macht sie Dich nicht mehr so fertig.

2. Unkomfort üben

Unsicherheit passiert auch, wenn Du in eine Situation kommst, die Dir nicht geheuer ist. Es ist ungewiss, was passiert, weil Du die Situation noch nie erlebt hast. Du weißt nicht genau, wie Du damit umgehen sollst.

Wenn Du aber mit Unkomfort komfortabel bist, dann wird sich Vieles nicht mehr so unsicher anfühlen. Du kannst damit gelassener umgehen. Um diese Gelassenheit zu üben, solltest Du Dich so viel es geht in unbequeme Situationen begeben. In meiner letzten Podcast-Folge habe ich viele Tipps dazu gegeben, wie Du Deine Komfortzone verlassen kannst und somit Deine Antifragilität trainieren kannst.

Ein einfaches Beispiel ist Deine Bestellung im Restaurant. Gehörst Du zu den Personen, die häufig in ein bestimmtes Restaurant gehen und dort Immer das Gleiche bestellen? Dann probiere doch mal etwas anderes: ein neues Gericht oder ein anderes Restaurant – vielleicht ein Restaurant mit internationalen Gerichten, die Du noch nie probiert hast. Wenn es nicht Allergien oder Unverträglichkeiten sind, die Dich davon abhalten, unbekannte Gerichte auszuprobieren, dann ist es einzig und allein Deine Unsicherheit. Du bist Dir unsicher, ob es Dir schmecken würde – also probierst Du es gar nicht erst. Wie wäre es aber damit, wenn Du Deine Unsicherheit gegenüber diesen Gerichten damit beenden könntest, indem Du sie probierst?

Lerne, mit ungewohnten Situationen umzugehen. Bringe Dich absichtlich in ungewohnte Situationen. Zum Thema Unkomfort hatte ich auch etwas in der Folge zur Introversion als Superpower in der VUCA-Welt erzählt. Also lies Dir am besten nach diesem Artikel auch gleich den Artikel zu der elften Folge meines Podcasts durch.

3. Selbtbewusstsein stärken

Wenn Du selbstbewusst an Sachen rangehst, hast Du den Glauben an Dich, dass Du Dinge trotz Unsicherheit schaffst: „Ich bin mir zwar unsicher, aber ich habe auch schon andere Dinge hingekriegt – das werde ich auch hinkriegen“.

Als selbstbewusste Person weißt Du, dass Du mit Deinen kleinen Handlungen eigentlich nichts zu verlieren hast. Wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie geplant, hast Du an Erfahrung gewonnen, die Du bei der nächsten Handlung einsetzen kannst.

Je mehr Du handelst, übst und lernst, desto selbstbewusster wirst Du in Deinen Handlungen. Deine Kompetenz ist eng verknüpft mit Deinem Selbstbewusstsein. Und je selbstbewusster Du bist, desto eher traust Du Dich, Neues auszuprobieren. Selbstsicher führst Du Handlungen durch.

4. Was ist der Worst-Case?

Überlege Dir, was denn schlimmstenfalls passieren würde, wenn Du nicht weißt, wie etwas abläuft und wie es ausgeht?

In der Regel ist es gar nicht so schlimm wie Dein Gefühl es Dir vorgibt. Indem Du Dir Gedanken über die möglichen Szenarien machst, beschäftigst Du Dich mit den negativen Glaubenssätzen, die Dir Dein Gehirn vorgibt, die aber sehr wahrscheinlich gar nichts mit der Realität zu tun haben. Und selbst wenn diese negativen Glaubenssätze sich bestätigen würden – wie schlimm wäre es?

5. Auf vorhandenen Informationen handeln

Unsicherheit kommt daher, dass Dir zu einer Sache zu wenige Informationen vorliegen. Du weißt, dass Dir noch Informationen fehlen. Willst Du deswegen lieber nicht Handeln? – Wie wäre es, wenn Du stattdessen die Informationen, die Du bereits hast, nutzen würdest, und auf deren Basis bereits mit der Handlung anfangen würdest? Wenn Du erstmal angefangen hast, wirst Du neue Erkenntnisse und Informationen gewinnen. Auch wenn etwas nicht funktioniert, ist es für Dich eine Information, die Du vorher nicht hattest.

6. Unsicherheit schrittweise auflösen

Mit kleinen Schritten überwindest Du nach und nach Deine Unsicherheit. Angenommen, Du stehst im Nebel und kannst nur 50 Meter weit sehen. Um weiter sehen zu können, musst Du ein paar Schritte gehen. Langsam kannst Du Dich vorwärtsbewegen. Bist Du 50 Meter gegangen, so hast Du bereits insgesamt 100 Meter gesehen. Gefällt Dir, was Du siehst, kannst Du weiter gehen. Wenn nicht, dann kehrst Du zum Ausgangspunkt zurück, um von da aus in eine andere Richtung zu gehen. Du kommst also durch schrittweises Vorgehen voran.

Wie sich Dein Mut zur Unsicherheit auszahlt?

Wenn Menschen Unsicherheiten gegenüberstehen, neigen sie zu zwei Reaktionen. Die erste ist, der Unsicherheit nachzugeben und nichts zu tun. Du fühlst Dich unsicher bei dem Gedanken, eine Rede auf der Hochzeit Deines Bruders zu halten – also hältst Du keine Rede. Die andere Reaktion ist, möglichst schnell zu einem Entschluss zu kommen. Dies führt zu einer voreiligen Entscheidung und dem Unwillen, die Meinung dazu zu ändern und Entscheidungen zu überdenken. Je schneller Du Dich entscheidest, desto schneller hast Du diese unsichere Situation überstanden.

Wenn Du aber die Unsicherheit nicht umgehst, sondern auf sie zugehst, eine Weile in ihr verweilst und sie in kleinen Schritten auflöst, hast Du wichtige Vorteile. Diese sind:

1. Wettbewerbsvorteil

Wenn Du trotz Unsicherheit immer wieder neue Sachen ausprobierst, lernst und mehr Erfahrungen sammelst, dann hast Du einen klaren Vorteil gegenüber Deinen Mitbewerbern. Du hast mehr Wissen und erweiterst Deine Fähigkeiten immer weiter. Damit steigerst Du Deine Kompetenz und gewinnst dabei an Selbstsicherheit, die Dir wiederum dabei hilft, Neues auszuprobieren.

Im Optimalfall hat Deine erste Lösung schon Erfolg, und Du bist auf dem richtigen Weg. Im nicht ganz optimalen Fall hast Du gelernt, was nicht funktioniert. Deine Mitbewerber haben aber noch gar keine Erfahrung damit und konnten sich noch nicht entscheiden. Währenddessen handelst Du schon.

2. Du eliminierst Unsicherheit

Durch den Mut zur Unsicherheit eliminierst Du Unsicherheit. Denn Du machst einfach trotz Unsicherheit Dinge und lernst dabei, was funktioniert und was nicht.

3. Schnellere Erkenntnisse

Indem Du neue Dinge ausprobierst, kommst Du schneller zu Erkenntnissen. Wenn Du dabei viele kleine Schritte gehst, kannst Du immer zwischendurch analysieren und daraufhin kleine Entscheidungen treffen. Mit vielen kleinen Schritten wirst Du eher zum Erfolg kommen als mit einem großen Schritt, der vielleicht ins leere führt.

4. Ein Nicht-Handeln ist nicht möglich

Wenn Du aus Unsicherheit nicht handelst, wirst Du diese Unsicherheit niemals überwinden können. Indem Du aber handelst und dadurch neue Kompetenzen aneignest, schwindet Deine Unsicherheit und Du hast den Mut, einen Schritt weiter zu gehen. Und weil Du nie an einer Stelle stehen bleibst, ist dies ein sich wiederholender Prozess.

Kleine Schritte schützen Dich dabei vor der Paralyse durch Analyse. Bist Du zum Beispiel im Nebel zu viele und zu große Schritte gegangen, passiert es sehr schnell, dass Du die Orientierung verlierst. Du hast so viele Richtungen zur Auswahl und weißt nicht mehr, aus welcher Richtung Du gekommen bist. Besser ist es, einen Schritt zu gehen, dann zu gucken und zu hören, was es hier gibt und dann anhand dieser Analyse den nächsten kleinen Schritt zu planen und durchzuführen.

5. Plan machen reicht nicht

Ein Plan auf dem Papier ist schön und gut, aber Du musst ihn auch ausführen. Denn der Plan allein ist nichts wert.

Helmuth von Moltke sagte dazu: „No plan survives contact with the enemy”. Das heißt, wenn Du einen Plan machst und dann ins Gefecht ziehst, ist der Plan schon wieder obsolet, weil der Gegner vielleicht ganz anders handelt.

Aber Dwight D. Eisenhower sagte auch „Plans are nothing; planning is everything.” Das heißt, einen Plan zu haben, bringt Dich nicht weiter. Aber zu planen, ist wichtig.

Um weiterzukommen und Dich zu entwickeln, musst Du also Pläne machen und diese ausführen.

Unsicherheiten überwinden mit Hilfe von Loops

Nun endlich kommen wir zu dem angekündigten Tool, mit dem Du Unsicherheit überwinden kannst: Loops!

Ein Loop hält Dich in ständiger Bewegung. Du machst einen Plan, führst ihn aus, analysierst die Ergebnisse dieser Handlung, lernst, an welcher Stelle der Plan funktioniert hat und an welcher nicht, passt den Plan daraufhin an und hast somit einen neuen Plan, um zu handeln – um die Richtung weiterzugehen oder in eine andere Richtung zu gehen – und dann wieder zu analysieren und aus den Ergebnissen den Plan anzupassen.

Loop Beispiele

Um Dir eine bessere Idee zu geben, was ein Loop ist und wie Du ihn nutzen kannst, um Deine Unsicherheit zu überwinden, habe ich hier ein paar Beispiele für Loops.

Build – Measure – Learn

Der Loop Build – Measure – Learn kommt hauptsächlich aus der Softwareentwicklung. Du baust etwas – Du misst, wie es funktioniert – Du lernst daraus – Du baust eine bessere Version – und so weiter.

OODA

Der OODA kommt aus dem Militärischen und sagt eigentlich nur aus: beobachte, was Dein Gegner tut – orientiere Dich dann in der Situation – entscheide, was Du tust – tue es.

Observe – beobachten

Orient – orientieren

Decide – entscheiden

Act – handeln

Und das passiert wieder von vorne. Dann beobachtest Du, wie der Gegner auf Deine Handlung reagiert – Du orientierst Dich, wo Du jetzt bist – entscheidest erneut, ob Du das weitermachst oder etwas anderes – und Du handelst wieder.

Der OODA Loop hat dem amerikanischen Militär im Luftkampf unglaubliche Überlegenheit gegeben. Die Maschinen seien denen der Gegner unterlegen gewesen. Sie haben also nicht wegen der Technologie der Flugzeuge gewonnen, die sie eingesetzt haben, sondern wegen dem OODA-Loop, den sie eingesetzt haben.

PDCA

Der PDCA (Plan – Do – Check – Act) macht das, was ich weiter oben beschrieben habe: Du planst, Du handelst, Du prüfst und Du passt den Plan an.

Hypothese – Experiment – Lernen

Du baust Dir eine Hypothese, Du experimentierst, um diese These zu falsifizieren oder verifizieren. Dadurch lernst Du und baust dann eine neue Hypothese, die Du dann versuchst, wieder zu falsifizieren oder zu verifizieren.

Über den Hypothese-Experiment-Lernen Loop erfährst Du mehr in meiner Folge zur Risikominimierung.

Was musst Du bei den Loops beachten?

Du brauchst analytisches Verständnis, um …

… Großes in Handhabbares zu teilen

Um überhaupt zu wissen, was kleine Schritte sind, brauchst Du analytisches Verständnis. Du musst Dich ein bisschen mit der Situation beschäftigen, sie analysieren und beobachten, um daraus handhabbare Teile zu formen und Entscheidungen zu treffen.

… Annahmen & Hypothesen zu formulieren

Du teilst Großes in kleine Loops, triffst Annahmen und formulierst Hypothesen. Ohne diese Formulierung der Hypothesen und der Annahmen fehlt Dir nachher etwas, was Du messen kannst. Beim OODA Loop kann das ganz schnell im Kopf passieren. Aber bei einer Hypothese, die Du nachher falsifizieren oder verifizieren möchtest in einem Experiment, willst Du diese vielleicht aufschreiben, um sie Dir immer wieder in Erinnerung zu rufen.

… zu Messen – Erkenntnisse und Maßnahmen ableiten

Du musst die Erkenntnisse und Maßnahmen an dem Gemessenen ableiten können. Das heißt, vor der Handlung solltest Du ein bisschen in die Analyse gehen, um die nächste Handlung planen zu können. Ich sage ja immer „Get Shit Done“. Doch um Dinge erledigen zu können, solltest Du vor der Handlung einen Plan erstellen, der auf den Ergebnissen einer Analyse basiert.

Du brauchst Disziplin

Du brauchst Disziplin, um Dich an dieses Vorgehen zu gewöhnen. Ich denke manchmal auch noch viel zu groß. Das heißt, ich denke manchmal nicht in kleinen Loops, sondern in einem riesigen Loop.

Besser ist es, in Mini-Loops zu denken, Mini-Experimente zu machen und die Teilergebnisse daraus zu analysieren, um dann daraus den nächsten Plan zu erstellen.

Um diese Schritte zu gehen, brauchst Du Disziplin. Du musst üben, üben und noch mehr üben, Dich selbst in Diskomfort bringen und damit Deine Unsicherheiten überwinden.

Wrap up

Die drei wichtigsten Punkte, die Du Dir in Bezug auf Deine Unsicherheit merken solltest, sind:

1. Unsicherheit wird von alleine nicht abnehmen

In der Welt, in der wir leben, wird Unsicherheit immer größer. Wenn Du denkst, die unsicheren Zeiten, in denen wir leben, werden sich irgendwann wieder legen, Du müsstest einfach nur warten – da muss ich Dich enttäuschen. Das wird von alleine nicht passieren. Wir sind dafür verantwortlich, Sachen zu ändern und zum Guten zu drehen.

Wir müssen Umweltkatastrophen abwenden, wir müssen die Wirtschaftskrise abwenden. Aber vor allem müssen wir eine Sache machen: Wir müssen in unserem eigenen Leben gegen Unsicherheit handeln.

Das heißt, Du musst selbst damit leben, dass die Unsicherheit, die wir aktuell haben, so ist, wie sie ist, und tendenziell noch steigen wird. Es wird tendenziell einen schnelleren Wandel geben. Wie gehst Du damit um?

2. Handeln bringt Informationen

Es wirkt etwas kontraintuitiv: Du denkst, eine gewisse Handlung sei zu unsicher, da Dir noch Informationen dazu fehlen. Also entscheidest Du Dich, nicht zu handeln. Aber genau das ist der Fehler. Oft ist es gut, einfach langsam anzufangen. Fange mit einer Mini-Sache an, probiere etwas aus, simuliere es. Manchmal hilft es, auf dem Papier anzufangen. Das ist dann zwar kein Handeln, aber es hilft, einfach mal zu starten und eventuell eine Hypothese zu formulieren.

Manchmal hilft es, einfach anzufangen, um Informationen zu bekommen, um daraus abzuleiten, wie Du Dich entscheidest, um dann die große Handlung zu machen.

Du brauchst nicht unbedingt Informationen, um zu handeln. Du kannst auch handeln, um Informationen zu bekommen.

3. Viele kleine Entscheidungen

Du brauchst kleine Entscheidungen, an denen Du Dich fortbewegen kannst. Denn eine kleine Entscheidung gibt Dir auch ein kleines Feedback und eine kleine Möglichkeit, mehr Informationen zu sammeln, um dann die große Entscheidung zu machen.

Bevor Du so große Entscheidungen triffst, wie „Kaufe ich ein Haus in diesem Stadtteil?“, „Heirate ich diese Person?“, „Kaufe ich dieses Auto?“, mach es klein. Miete erstmal eine Wohnung in dem gewünschten Stadtteil, ziehe mit der Person zusammen die Du später vielleicht heiraten wirst, mache eine Probefahrt und informiere Dich über das Auto, das Du kaufen willst.

Du sammelst Erfahrung und minimierst Deine Unsicherheit bezüglich der Entscheidung.

Hat Dir dieses Thema gefallen? Schreibe mir doch in die Kommentare, was Du tust, um Unsicherheit zu überwinden. Ich freue mich, von Deinen Erfahrungen zu lesen.

Bis bald,

Dein Guerrilla Coach, Seppo

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